Die für das NH90-Programm verantwortliche NATO-Behörde NAHEMA hat einen Vertrag mit NHIndustries abgeschlossen. Das Konsortium besteht aus Airbus, Leonardo und GKN Aerospace. Ziel der Vereinbarung ist die Durchführung einer Architekturstudie für das Upgrade „NH90 Block 2“. Damit wird die nächste große Entwicklungsstufe des europäischen Mehrzweckhubschraubers eingeleitet, die seine Einsatzfähigkeit langfristig sichern soll.
Umfangreiche technologische Weiterentwicklung geplant
Der NH90 Block 2 soll umfassende strukturelle und technologische Verbesserungen erhalten. Im Mittelpunkt stehen modulare Avioniksysteme, eine stärkere Vereinheitlichung der Konfigurationen sowie eine verbesserte Wartungseffizienz und Leistungsfähigkeit.
Darüber hinaus sind neue Fähigkeiten vorgesehen, insbesondere in den Bereichen vernetzte und kooperative Gefechtsführung, erweiterte Konnektivität sowie die Integration bemannter und unbemannter Systeme im Verbund.
NH90 erreicht 500.000 Flugstunden
Airbus Helicopters CEO Matthieu Louvot betonte die operative Reife des Musters. Der NH90 habe inzwischen die Marke von 500.000 Flugstunden überschritten. Dies unterstreiche sowohl seine Zuverlässigkeit als auch seine kontinuierliche Weiterentwicklung.
Besonders die Varianten Sea Tiger und NH90 Standard 2 würden bereits heute als Referenz für maritime und taktische Einsätze gelten. Parallel werde mit dem Block-1-Upgrade bereits die mittelfristige Weiterentwicklung des Systems vorangetrieben.

Schritt zur langfristigen Einsatzfähigkeit bis 2040+
Mit der Unterzeichnung des Block-2-Studienvertrags werde ein entscheidender Schritt zur langfristigen Sicherung des Hubschraubers gemacht. Ziel sei es, den NH90 auch über Jahrzehnte hinweg als zentrale Komponente europäischer Verteidigungsfähigkeiten zu erhalten. Die Entwicklung ist Teil einer strategischen Weiterentwicklung, die auf zukünftige Einsatzszenarien im Zeitraum ab 2040 ausgerichtet ist.
Zwei Jahre laufende Architekturstudie
Die nun gestartete Architekturstudie ist auf zwei Jahre ausgelegt. Sie baut auf den Ergebnissen des Block-1-Programms auf und soll gleichzeitig die industrielle Kontinuität sicherstellen.
Auf Grundlage der von NAHEMA und den beteiligten Nationen definierten Anforderungen werden verschiedene technische Optionen entwickelt und bewertet. Ziel ist es, belastbare Entscheidungsgrundlagen für die Auswahl zukünftiger Upgrade-Varianten zu schaffen.




