Die US-Regierung hat einem möglichen Rüstungsgeschäft mit der Republik Korea zugestimmt. Das US-Außenministerium genehmigte den geplanten Verkauf von MH-60R-Mehrzweckhubschraubern sowie umfangreicher Ausrüstung und Unterstützung im Gesamtwert von rund drei Milliarden US-Dollar. Hauptauftragnehmer des Projekts ist Lockheed Martin.
Umfangreiche Ausstattung für die südkoreanische Marine
Südkorea plant die Beschaffung von insgesamt 24 MH-60R-Mehrzweckhubschraubern. Darüber hinaus umfasst das Paket unter anderem 52 moderne Navigationssysteme mit GPS- und Trägheitsnavigation, 24 luftgestützte Niederfrequenz-Sonarsysteme sowie acht Maschinengewehre des Typs M240D im Kaliber 7,62 mm.
Zusätzlich enthält die Lieferung zahlreiche weitere Systeme und Komponenten. Dazu gehören unter anderem die Triebwerke, Nachtsichtgeräte, Raketenwarnsysteme, Freund-Feind-Erkennungssysteme, moderne Zielerfassungs- und Radarsysteme sowie umfangreiche Ersatzteile und Wartungsausrüstung.
Auch Ausbildungs- und Trainingssysteme sind Teil des Pakets. Geplant sind verschiedene Flugsimulatoren, Avionik-Trainingssysteme und technische Schulungen für das Personal der südkoreanischen Streitkräfte.

Stärkung der Verteidigungsfähigkeit im Indo-Pazifik
Nach Angaben der US-Regierung soll der mögliche Verkauf die außen- und sicherheitspolitischen Ziele der Vereinigten Staaten unterstützen. Südkorea gilt als wichtiger Verbündeter der USA und als bedeutender Stabilitätsfaktor im indo-pazifischen Raum.
Durch die neuen Hubschrauber soll insbesondere die Einsatzfähigkeit der südkoreanischen Marine verbessert werden. Die MH-60R-Hubschrauber sind für unterschiedliche Missionen ausgelegt, darunter U-Boot-Bekämpfung, Seeaufklärung, Überwachung und Rettungseinsätze. Gleichzeitig soll die Beschaffung zur Abschreckung potenzieller Gegner beitragen.
Keine Veränderung des militärischen Gleichgewichts
Die US-Regierung betonte zudem, dass das geplante Geschäft keine grundlegenden Auswirkungen auf das militärische Kräfteverhältnis in der Region haben werde. Südkorea sei bereits in der Lage, die neuen Systeme problemlos in seine Streitkräfte zu integrieren. Laut Washington wird die geplante Lieferung außerdem keine negativen Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der US-Streitkräfte haben.



