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Drei weitere Seahawks für Dänemark

Die USA haben den möglichen Verkauf von drei weiteren MH-60R Seahawk-Marinehubschraubern an Dänemark genehmigt. Das geplante Rüstungsgeschäft hat nach Angaben des US-Außenministeriums einen geschätzten Gesamtwert von 425 Millionen US-Dollar.

Das US-Außenministerium hat eine entsprechende Entscheidung über einen möglichen Foreign Military Sale (FMS) an die dänische Regierung getroffen. Neben den drei MH-60R Seahawk umfasst das Paket umfangreiche Missions-, Kommunikations-, Sensor- und Navigationsausrüstung sowie Ersatzteile und logistische Unterstützung.

Umfangreiche Missionsausstattung

Das geplante Paket beinhaltet darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Systeme. Dazu zählen unter anderem T700-GE-401D-Triebwerke, AN/ARC-210-Funkgeräte mit Kommunikationsschutz, AN/AAR-47-Raketenwarnsysteme sowie AN/APX-128-Systeme zur Freund-Feind-Erkennung (IFF). Ebenfalls vorgesehen sind elektronische Gegenmaßnahmen des Typs AN/ALE-47, fortschrittliche Datenübertragungssysteme und multispektrale Zielerfassungssysteme AN/AAS-44C(V). Hinzu kommen kryptografische IFF-Komponenten für Mode 4/5, gemeinsame Missionsplanungssysteme und elektronische Unterstützungsmaßnahmen AN/ALQ-210.

Für die Aufklärung und Lageerfassung sollen die Hubschrauber zudem mit AN/APS-153(V)-Mehrzweckradarsystemen ausgestattet werden. Das Gesamtpaket umfasst außerdem Ersatz- und Reparaturteile, Test- und Unterstützungsgerät, Kommunikationsausrüstung sowie die für die Überführung der Maschinen erforderliche Unterstützung.

(Symbolfoto) Ein Seahawk im Einsatz (Foto: Lockheed Martin Photo)

Verstärkung der dänischen Landesverteidigung

Nach Darstellung des US-Außenministeriums soll der Verkauf die sicherheits- und außenpolitischen Ziele der Vereinigten Staaten unterstützen und die Verteidigungsfähigkeit eines NATO-Verbündeten stärken. Die zusätzlichen Seahawk-Hubschrauber sollen Dänemark insbesondere dabei helfen, auf gegenwärtige und künftige Bedrohungen zu reagieren und den Schutz kritischer Infrastruktur zu verbessern. Die Integration der neuen Hubschrauber dürfte dabei vergleichsweise unkompliziert sein, da die dänischen Streitkräfte bereits MH-60R betreiben.

Unterstützung und Ausbildung inklusive

Neben den eigentlichen Hubschraubern beinhaltet die mögliche Vereinbarung auch Ausbildung für dänisches Personal sowie technische, logistische und ingenieurtechnische Unterstützung durch die US-Regierung und beteiligte Unternehmen. Auch Ersatztriebwerksbehälter, Ersatz- und Reparaturteile, Testausrüstung, technische Dokumentation und weitere logistische Leistungen sind Bestandteil des geplanten Pakets.

Lockheed Martin und Sikorsky als Hauptauftragnehmer

Als wichtigste Auftragnehmer nennt die US-Regierung Lockheed Martin sowie Sikorsky. Ein konkretes Offset-Abkommen ist bislang nicht bekannt. Mögliche Ausgleichsvereinbarungen sollen erst im Rahmen der Verhandlungen zwischen Dänemark und dem jeweiligen Auftragnehmer festgelegt werden..

Mit den drei zusätzlichen MH-60R würde Dänemark seine bereits vorhandene Seahawk-Flotte weiter ausbauen und seine Fähigkeiten für maritime Überwachung, Aufklärung und die Verteidigung des eigenen Hoheitsgebiets stärken.

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