StartROTOR FlugunfälleKollision: Drohne schlägt in Cockpit ein

Kollision: Drohne schlägt in Cockpit ein

Ein chilenischer Marinehubschrauber vom Typ JetRanger III kollidierte mit einer „Mavic Air 2 Pro“ des größten Drohnenherstellers der Welt DJI. Soweit bekannt ist, befand sich an Bord des Hubschraubers eine zweite Person auf dem Co-Piloten-Sitz, welche durch die Kollision verletzt wurde. Wie die Fotos zeigen, durchbrach die Drohne die Windschutzscheibe des Jet Rangers und traf den mitfliegenden Passagier offenbar mitten ins Gesicht.


Dem Vernehmen nach ereignete sich die Kollision zwischen dem Hubschrauber und der Drohne während eines routinemäßigen Überwachungsfluges entlang der Küste. Warum die Drohne in der Höhe des Helikopters unterwegs war und warum der Drohnensteuerer die auch in Chile vorgeschriebene Ausweichregel zwischen bemannter und unbemannter Luftfahrt nicht beachtete, ist nicht bekannt. Viele Details zu diesem Vorfall sind auch weiterhin unklar. Interessant wären wohl die Flughöhe und die jeweiligen Geschwindigkeiten der Luftfahrzeuge zu wissen, um den Vorfall noch besser einschätzen zu können. Direkt nach der Landung wurde der verletzte Passagier medizinisch erstversorgt und später in das Marinekrankenhaus in Viña del Mar gebracht. 

Immer wieder Kollisionen

Eine DJI-Drohne hat die Cockpitscheibe durchschlagen. (Foto: Armada de Chile)


In der Vergangenheit wurden mehrere Beinahe-Kollisionen und tatsächliche Kollisionen zwischen Hubschraubern und Drohnen bekannt. Der aufsehenerregendste Fall in der jüngeren Vergangenheit war wohl die Kollision zwischen einem LAPD-Polizeihubschrauber und ebenfalls einer Drohne des Herstellers DJI. In diesem Fall konnte der Drohnenpilot sogar noch gefasst werden – er muss mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr rechnen.

Die volle Härte des Gesetzes in Neuseeland hat vor vier Jahren ein Tourist aus Chile zu spüren bekommen. Der Chilene war von den verzweifelten Löschversuchen der vielen eingesetzten Hubschrauber bei einem Buschfeuer am Hang des Lake Wanaka in Central Otago (Neuseeland) so begeistert, dass er kurzerhand mit seiner Drohne Luftaufnahmen machen wollte. Der Flugbetrieb des Löscheinsatzes wurde damals nach einer Kollision mit einem der am Einsatz beteiligten Hubschrauber sofort unterbrochen 

Dieser Artikel ist in voller Länge in der Ausgabe 1/2021 von ROTORBLATT – Deutschlands führendem Helikopter-Magazin zu lesen.
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