Erstmals setzt ein Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum auf den neuen H145 Multi-Pilot VR Simulator von Loft Dynamics. Kawasaki Heavy Industries will das System künftig in seinem Trainingszentrum im japanischen Gifu einsetzen.
Loft Dynamics baut seine Präsenz im Bereich des virtuellen Hubschraubertrainings weiter aus. Kawasaki Heavy Industries wird als erstes Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum den neu vorgestellten H145 Multi-Pilot VR Simulator des Schweizer Herstellers einsetzen. Damit kommt die immersive VR-Ausbildung für die Airbus-H145-Familie erstmals in der Region zum Einsatz.
Die Entscheidung fällt nur wenige Wochen nach dem kommerziellen Start des Simulators. Nach ersten Kunden in Europa setzt damit auch der asiatisch-pazifische Markt früh auf die neue Trainingsplattform.
Kawasaki seit Jahrzehnten mit der H145-Familie verbunden
Kawasaki ist seit fast fünf Jahrzehnten an der Entwicklung, Fertigung und Unterstützung der Hubschrauberfamilie BK117/H145 beteiligt. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen ein von Airbus Helicopters zugelassenes Trainingsangebot für H145-Betreiber in Japan und anderen Ländern der Region.
Der neue Simulator soll im Kawasaki Training Center in Gifu installiert werden. Das Zentrum zählt zu den bedeutenden Ausbildungsstandorten für die Modelle BK117 und H145.
„Kawasaki ist seit Langem eine zentrale industrielle und ausbildungsbezogene Kraft im H145-Programm in Asien“, erklärte Loft-Dynamics-CEO Sebastien Borel. Die Entscheidung für den H145 Multi-Pilot VR Simulator sei ein wichtiger Schritt, um auch im asiatisch-pazifischen Raum MCC Training für Besatzungsmitglieder anbieten zu können.
Training für komplexe Einsatzszenarien
Kawasaki will den Simulator für unterschiedliche Ausbildungsbereiche nutzen. Dazu gehören unter anderem Erstausbildung und Musterberechtigungen, Instrumententraining, Multi-Crew Cooperation, wiederkehrendes Training sowie Checks.
Adressiert werden insbesondere Betreiber aus Bereichen wie Luftrettung, Polizei, Katastrophenschutz und anderen missionskritischen Einsatzgebieten. Gerade dort können anspruchsvolle Szenarien im Simulator wiederholt trainiert werden, ohne dafür einen realen Hubschrauber einsetzen zu müssen.
Hitoshi Kawaguchi, Leiter des BK117/H145-Programms bei Kawasaki, sieht in der Technologie eine wichtige Erweiterung des bestehenden Ausbildungsangebots. Durch die Kombination aus immersivem Mehrbesatzungstraining und vom Hersteller bereitgestellten Flugzeugdaten könnten Piloten häufiger trainieren und sich gezielter auf komplexe Einsatzsituationen vorbereiten.

Airbus-Daten für realitätsnahes Training
Der H145 Multi-Pilot VR Simulator wurde in enger Zusammenarbeit mit Airbus Helicopters entwickelt. Für die Simulation werden unter anderem Flugdynamik-, System- und Softwaredaten des Hubschraubers verwendet. Dadurch soll das Verhalten der virtuellen Maschine hinsichtlich Flugverhalten und Leistungscharakteristik möglichst nah am realen Luftfahrzeug liegen.
Technisch kombiniert das System eine sechsachsige Bewegungsplattform, ein virtuelles Cockpit in Originalgröße und ein 360-Grad-Panoramasichtfeld. Damit lassen sich auch Szenarien simulieren, deren Durchführung mit einem echten Hubschrauber besonders aufwendig, teuer oder aus Sicherheitsgründen nicht praktikabel wäre.
Ausbau der Präsenz in Japan
Für Loft Dynamics ist die Vereinbarung mit Kawasaki zugleich ein weiterer Schritt beim Ausbau seiner Aktivitäten in Japan. Das Unternehmen hat dort bereits einen VR-Simulator installiert, der nach japanischen Standards als FTD Level 7 qualifiziert wurde.
Mit der neuen H145-Lösung erweitert Loft Dynamics nun seine Unterstützung für zwei wichtige Airbus-Helicopters-Plattformen im japanischen Markt und will zugleich den Zugang zu hochrealistischem Hubschraubertraining in der gesamten asiatisch-pazifischen Region ausbauen.



