Tata Advanced Systems Limited (TASL) und Airbus haben im südindischen Bundesstaat Karnataka die erste Endmontagelinie für den Hubschrauber H125 Indiens eröffnet. Der Standort befindet sich in Vemagal und markiert einen bedeutenden Schritt für die indische Luftfahrtindustrie.
Die Anlage wurde von Indiens Premierminister Narendra Modi und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eingeweiht. An der Zeremonie nahmen zudem der indische Verteidigungsminister Rajnath Singh, Frankreichs Ministerin für Streitkräfte und Veteranenangelegenheiten Catherine Vautrin, der indische Luftfahrtminister Kinjarapu Rammohan Naidu sowie führende Vertreter beider Unternehmen teil.
Erste Auslieferung 2027 geplant
Die neue Fertigungslinie soll sowohl die zivile Version des Airbus H125 als auch die militärische Variante H125M produzieren. Die Auslieferung des ersten „Made in India“-H125 ist für Anfang 2027 vorgesehen. Neben dem Einsatz auf dem indischen Markt sollen die Hubschrauber künftig auch in andere Länder Südasiens exportiert werden.
Mit dem Projekt wird erstmals ein fortschrittlicher Hubschrauber vollständig von einem privaten indischen Unternehmen im eigenen Land gefertigt, integriert, getestet und gewartet. Für indische Betreiber bedeutet dies einen direkteren Zugang zu Technologie, lokale Wartungskapazitäten und eine höhere Verfügbarkeit der Maschinen.

Investitionen in Milliardenhöhe
Nach Angaben von Verteidigungsminister Rajnath Singh wird das Investitionsvolumen für das H125-Programm voraussichtlich mehr als 10 Milliarden Rupien (rund 110 Millionen US-Dollar) betragen. Zudem sollen zahlreiche direkte und indirekte Arbeitsplätze entstehen, insbesondere für junge Fachkräfte.
Auch Tata-Sons-Vorsitzender Natarajan Chandrasekaran bezeichnete die neue Montagelinie als Meilenstein auf Indiens Weg zu mehr technologischer Eigenständigkeit im Luft- und Verteidigungssektor. Die Anlage unterstreiche die wachsende industrielle Leistungsfähigkeit des Landes und die langjährige Partnerschaft mit Airbus.



