Letzter Einsatz für gelben Engel in Berlin

Gruppenbild - der gelbe Christoph 31 in Berlin (Foto: ADAC Luftrettung)

Es war ein letzter Flug über Berlin, um kurz nach 16 Uhr Schluss für die ADAC Luftrettung in Berlin. Am 2. Oktober 1987 hob in Berlin erstmals ein Rettungshubschrauber ab und dieser war gelb. In diesen mehr als 38 Jahren kamen unzählige Anekdoten und Einsätze zusammen, die typisch für Berlin sind.

Auf Wiedersehen?

H135 der ADAC Luftrettung als „Christoph 31“ in Berlin (Foto: ADAC Luftrettung)

Ein abschließender Flug über Berlin. Danke, „Christoph 31“. Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und mit ihm ein Kapitel, das Berlin fast vier Jahrzehnte geprägt hat. Heute Nachmittag um 16:02 Uhr hieß es ein letztes Mal „Status 6“ (= Abmeldung als Rettungsmittel bei der Leitstelle) für den fliegenden leuchtend gelben Engel „Christoph 31“.

Seit 1987 war „Christoph 31“ für die Menschen in Berlin und Brandenburg im Einsatz. Nahezu 90.000 Alarmierungen, unzählige gerettete Leben und Einsätze, die neue Maßstäbe gesetzt haben. Unvergessen sind die zum Teil kuriosen Begleiterscheinungen in den Einsätzen, die es nur in Berlin geben konnte – wie zum Beispiel der verwirrte Angetrunkene, der kurz vor dem Wiederstart an der Einsatzstelle plötzlich die Kabinentür aufriss und für einen Mitflug eingestieg.

Heute, an seinem letzten Einsatztag, blickt die ADAC Luftrettung mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit zurück. Auf Einsätze zwischen Hochhäusern, auf Anflüge in dichten Stadtvierteln, auf unzählige Momente, in denen jede Sekunde zählte. Auf fast vier Jahrzehnte gelebte Luftrettung.

Doch vor allem sind es die Menschen, die „Christoph 31“ zu dem gemacht haben, was er war: die Pilotinnen und Piloten, die Notärztinnen und Notärzte der Charité, die TC HEMS, die Technikerinnen und Techniker und all jene, die sich dafür eingesetzt haben, dass dieser Hubschrauber Tag für Tag sicher abheben konnte.

Nicht unerwähnt bleiben sollen „unsere Partner, Unterstützer und Wegbegleiter: der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Berliner Feuerwehr, Behörden, Institutionen, politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie allen Organisationen, die uns über Jahrzehnte treu begleitet haben“, erklärt der Münchner Luftrettungsbetreiber in einer öffentlichen Nachricht in den sozialen Medien.

Am Abend des 31. Dezember 2025 wurde die Station offiziell an die DRF Luftrettung übergeben – „in Respekt und in dem Wissen, dass wir 2030 zurückkehren wollen“, wie es bedeutungsvoll hieß.

Hintergrundartikel zum Christoph 31 in Berlin:
https://rotorbild.com/europas-fleissigster-rettungshubschrauber-30-jahre-christoph31-in-berlin/