Die Bundeswehr hat den bestehenden Rahmenvertrag mit Airbus Helicopters über die Lieferung von H145M-Mehrzweckhubschraubern vollständig ausgeschöpft. Insgesamt werden nun 82 Maschinen dieses Typs beschafft, 20 mehr als ursprünglich vorgesehen. Für die zusätzlichen Helikopter hat die Bundesregierung rund 931 Millionen Euro im Verteidigungshaushalt eingeplant.
Modernisierung der Hubschrauberflotte
Die H145M ist die militärische Variante des bewährten H145. Sie zeichnet sich durch ihre hohe Flexibilität, moderne Avionik und ein geringeres Gewicht aus. Die Bundeswehr setzt sie sowohl für Transport- und Unterstützungsaufgaben als auch als leichte Kampfhubschrauber (LKH) ein.
Mit der erweiterten Beschaffung reagiert das Verteidigungsministerium auf den gestiegenen Bedarf an einsatzbereiten, vielseitig nutzbaren Hubschraubern. Die H145M soll dabei langfristig den Kampfhubschrauber Tiger ersetzen.

Zeitplan und Verteilung der neuen Maschinen
Die Auslieferung der ersten H145M aus der ursprünglich auf 62 Maschinen beschränkten Bestellung startete Ende 2024. Zwischen 2027 und 2029 sollen nun auch die 20 zusätzlichen Helikopter an die Bundeswehr übergeben werden.
Von den zusätzlichen Helikoptern sind 15 für den Einsatz als bewaffnete Unterstützungshubschrauber vorgesehen, während fünf Exemplare der Schulung und Ausbildung dienen sollen. Damit verfolgt die Bundeswehr das Ziel, sowohl die operative Schlagkraft als auch die Qualifizierung ihres fliegenden Personals weiter auszubauen.
Symbol für die „Zeitenwende“
Mit dem Ausbau der H145M-Flotte setzt die Bundesregierung ein weiteres Zeichen für die angekündigte „Zeitenwende“ in der Verteidigungspolitik. Der Fokus liegt dabei auf einer moderneren, verlässlicheren und flexibleren Luftwaffe, die schneller auf sicherheitspolitische Herausforderungen reagieren kann.




